◄ D Sprüch 16 ►
De Bibl auf Bairisch
1Haet dyr Mensch sir öbbs aufgsötzt, rödt dyr Herr in iem andert.

2Ieder maint, er löbeb richtig, doch dyr Trechtein prüefft de Geister.

3Befilh yn n Herrn dein Löbn an, dann gaat dein Vürhabn lingen!

4Allss haat dyr Herr für seinn Zwök bschaffen, aau Gotloose für n Tag von n Unheil.

5Hoohmüetige kan dyr Herr nit habn; gwiß kemmend s nit yn dyr Weitzn aus.

6Durch Lieb und Treu werd Schuld gsuent, und Gotsfarcht wart vor n Übl.

7Gfallt yn n Trechtein ainn sein Wög, dann versüent yr iem aau d Feindd.

8Bösser weenig, aber grecht, als wie vil in n Unrecht grafft.

9Dyr Mensch denkt, dyr Herr lenkt.

10Unfaelbar entscheidt dyr Künig; d Urtlskraft haat er von n Herrgot.

11Normenn kemmend all von n Herrn; er haat drüber s lösste Wort.

12Künig scheuhend iede Untaat; nur durch Grechtet steet ayn Troon föst.

13Eerlich wer ist, bsteet bei Künig; recht wer rödt, dönn mag ayn Herrscher.

14Grimmt dyr Künig, kan s bald aus sein; grad ayn Weiser kan n schwiftn.

15Löbn haisst s, ist dyr Künig freunddlich; und sein Gnaad ist wie ayn Spaetrögn.

16Nimm Weisheit an, bösser wie Gold ist s; schürf Einsicht, si geet über s Silber!

17Aufrechte vermeidnd s Übl, warnd önn Wög, dyrhaltnd s Löbn sir.

18Hoohfart kimmt vor n Sturz; Hoohmuet kimmt vor n Fall.

19Bösser ainfach mit de Schlichtn als wie Beuttn tailn mit Stoltze.

20Saelig, wer yn n Herrn sein Wort achtt; saelig, wer auf iem vertraut ganz!

21Wer weis ist, werd verständdlich gnennt; und leern kan der verstöndlich aau.

22Dyr Verstand ist ainn sein Löbn; Bloede seind durch s Bloedsein gstraafft.

23Ayn Weiser kan s yso bringen, däß Andre vil er non beibringt.

24Ayn freunddlichs Rödn ist wie ayn Höng; süess ist s für n Guem und gsund für n Leib.

25Tiemdd maint ains: "Wie i löb, pässt s!"; zamtdönn geet s aft ein eyn n Tood.

26Für n Arechter wercht sein Hunger; wer össn mueß, mueß aau anschiebn.

27Ayn Kainzer bringt grad Unglück; was er sait, sengt wie Feuer.

28Ayn Tuckischer richtt Streit an; ayn Klaffer spaltt non Freundd gar.

29Dyr Fräfler lockt seinn Naahstn, verfüert n zo de Sünddn.

30Mit n Zueblinzln geet s Übl an; wer s Mäul zuezwickt, der haat s schoon taan.

31Graaube Haar seind wie ayn Kroon, rödlich löbn dyrfür dyr Preis.

32Bösser bist geduldig, als däßst önn Teufl zreisst; bösser wie s Erobern ist s, wennst di selbn beherrschst.

33Kanst schoon d Loesser mischn; zieghn tuet doch dyr Trechtein.

Proverbs 15
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